Gibt es Unterricht im Tierreich?

Die Fähigkeit zu unterrichten galt lange als Eigenschaft, die den Menschen von den übrigen Tieren unterscheidet. Mittlerweile gibt es auch Beispiele für Unterricht im Tierreich. Dennoch lässt sich festhalten: Wir sind in dieser Hinsicht ganz außergewöhnlich begabt.

von Niklas Kästner

Gibt es Unterricht im Tierreich?
Für uns ist Unterricht auch außerhalb der Schule alltäglich (Foto: congerdesign via Pixabay)

Stellen wir uns folgende Situationen vor: Ein Vater zeigt seiner Tochter, wie man eine Schleife bindet. Ein Junge erklärt seinen Freunden ein Spiel. Eine Arbeiterin leitet einen neuen Kollegen an. Ein Lehrer rechnet an der Tafel eine Aufgabe vor. Eine Enkelin bringt ihrem Großvater bei, ein Tablet zu benutzen.

Fünf alltägliche Beispiele, die deutlich machen: Unterricht ist aus unserem Leben nicht wegzudenken. Er erlaubt uns, in kürzester Zeit weit mehr Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben, als durch bloßes Ausprobieren oder Beobachten möglich wäre. Die Fähigkeit, andere zu unterrichten, galt lange als Eigenschaft, die den Menschen von den übrigen Tieren unterscheidet. Aber ist diese Aussage haltbar? Finden wir Unterricht ausschließlich in menschlichen Gemeinschaften? Oder gibt es auch lehrende Tiere?

Was gilt als Unterricht: Kognitive Kriterien

Wie wir die Frage nach Unterricht im Tierreich beantworten, hängt stark davon ab, was wir unter diesem Begriff verstehen. Oft werden zwei kognitive Aspekte als zwingende Merkmale von Unterricht verausgesetzt: Zum einen, dass das lehrende Individuum weiß, dass beim Gegenüber Lernbedarf besteht. Und zum anderen, dass es die Absicht hat, diesem Individuum etwas beizubringen.

Dieses Auffassung hat Konsequenzen für die Suche nach Unterricht bei Tieren. Einerseits schränkt es den Kreis der Tiere, bei denen wir überhaupt Unterricht vermuten würden, stark ein. Nur bei wenigen Arten gehen wir davon aus, dass sie eine Vorstellung vom Kenntnisstand anderer haben oder planvoll vorgehen. Andererseits macht es den Nachweis von Unterricht bei Tieren so gut wie unmöglich – da uns das, was in ihnen vorgeht, weitestgehend verborgen bleibt. Nehmen wir die fünf Situationen vom Beginn dieses Artikels. Auch hier könnten wir durch bloße Beobachtung nur vermuten, dass die gedanklichen Voraussetzungen für Unterricht erfüllt sind – um sicherzugehen, müssten wir die Personen befragen.

Was gilt als Unterricht: Beobachtbare Kriterien

Ob diese gedanklichen Konzepte allerdings wirklich nötige Voraussetzungen dafür sind, dass wir von Unterricht sprechen können, ist mittlerweile stark umstritten. Vor etwa dreißig Jahren formulierten die Wissenschaftlerin Tatianna Caro und ihr Kollege Marc Hauser beobachtbare Kriterien. Diese kommen ohne Annahmen über die Gedanken eines Individuums aus, erfassen aber dennoch gut, was wir unter Unterricht verstehen.  

Gemäß der Definition von Caro und Hauser liegt Unterricht dann vor, wenn die folgenden drei Bedingungen erfüllt sind: Ein Individuum zeigt ein bestimmtes Verhalten nur in Gegenwart eines Gegenübers mit Lernbedarf; dieses Verhalten hat keinen direkten Nutzen und unter Umständen sogar Nachteile für das Individuum; und das Verhalten des Individuums vergrößert den Lernerfolg des Gegenübers.

Alle drei Kriterien lassen sich durch reine Beobachtung überprüfen. Dadurch erleichtert der Ansatz die Suche nach Unterricht im Tierreich erheblich. Das Ergebnis: Bereits bei vier verschiedenen Arten konnte Unterricht überzeugend nachgewiesen werden.

Skorpion-Training bei Erdmännchen
Unterricht: Erdmännchen lassen Jungtiere mit lebender Beute üben
Erdmännchen lassen Jungtiere mit lebender Beute üben (Foto: Patrik Houštecký via Pixabay)

Erdmännchen (Suricata suricatta) leben in den trockenen Gebieten des südlichen Afrikas. Die Jungtiere begleiten ab einem Alter von etwa drei Wochen ihre Gruppe auf der Suche nach Nahrung. Bis zu zwei Monate lang werden sie währenddessen noch von den erwachsenen Tieren mit Futter versorgt. Dieses besteht vor allem aus diversen Gliederfüßern – darunter auch gefährliche Skorpione.

Häufig töten die Erwachsenen die Beutetiere bevor sie sie an die Jungen verfüttern. Den Wissenschaftler*innen Alex Thornton und Kate McAuliffe fiel allerdings auf, dass die Erdmännchen mit zunehmenden Alter der Jungtiere immer häufiger auch lebende Beute verfütterten – als wollten sie den Jungen eine Gelegenheit zum Üben geben. In einer Studie an freilebenden Erdmännchen in der Kalahari schauten sich die Forscher*innen das Phänomen genauer an. Könnte es sich um Unterricht handeln?

Das erste Kriterium von Caro und Hauser war klar erfüllt: Die erwachsenen Erdmännchen zeigten das Verhalten nur in der Gegenwart von Jungtieren und vermehrt bei älteren. Die Untersuchung von Thornton und McAuliffe ergab außerdem, dass es für die Erwachsenen mit zusätzlichem verbunden war, wenn sie lebende Beute verfütterten: Sie mussten viel Zeit damit zubringen, die Jungen beim Fressen zu beobachten. Denn häufig entwischten die Beutetiere – und gingen verloren, wenn die Erwachsenen es nicht schafften, sie rechtzeitig wieder einzufangen.

Um zu überprüfen, ob auch die dritte Bedingung zutraf und das Üben an lebender Beute tatsächlich den Lernerfolg der jungen Erdmännchen vergrößerte, führten die Wissenschaftler*innen ein Experiment durch. Sie fütterten manche Jungtiere an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit lebenden Skorpionen, denen sie zur Sicherheit den Stachel entfernt hatten. Anderen Jungtieren gaben sie stattdessen tote Skorpione. Am vierten Tag erhielten alle Tiere lebende, unschädlich gemachte Skorpione und Thornton und McAuliffe beobachteten, wie die Jungen mit der Beute zurecht kamen.

Das Ergebnis: Jungtieren, die zuvor nur tote Skorpione erhalten hatten, entwischten die lebenden häufiger. Diejenigen von ihnen, die sie fraßen, brauchten dafür nicht nur länger – sie wurden auch öfter vom stachellosen Schwanz „gestochen“. Der Versuch zeigte, dass nicht nur die ersten beiden, sondern auch das dritte Kriterium von Caro und Hauser erfüllt war. Beim Bereitstellen von lebender Beute durch erwachsene Erdmännchen handelt es sich also tatsächlich um eine Form von Unterricht.

Schnurrlaute beim Elsterdrossling
Unterricht: Elsterdrosslinge konditionieren Jungvögel auf einen Schnurrlaut
Elsterdrosslinge konditionieren Jungvögel auf einen Schnurrlaut (Foto: Derek Keats via Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 2.0)

Wie die Erdmännchen ist auch der Elsterdrossling (Turdoides bicolor) im südlichen Afrika beheimatet. Wenn erwachsene Elsterdrosslinge Nestlinge füttern, stoßen sie wiederholt einen Schnurrlaut aus. Diesen Ton nutzen sie später, wenn die Jungen bereits flügge sind, um sie zu rufen und sie so zum Beispiel von Gefahren im Territorium fortzulocken. Die Forscherinnen Nichola Raihani und Amanda Ridley vermuteten, dass es sich um eine Form von Unterricht handelt: Die erwachsenen Vögel bringen den Jungvögeln in der Nestlingsphase bei, den Schnurrlaut mit Futter zu verknüpfen – und erreichen so, dass sie sich ihnen später beim Erklingen des Rufs nähern.

In einer Studie überprüften Raihani und Ridley, ob ihre Vermutung zutraf. Zunächst zeigten sie, dass die Altvögel die Schnurrlaute nur in der Gegenwart von Jungvögeln produzierten. Außerdem konnten sie überzeugend ausschließen, dass die Erwachsenen selbst einen Vorteil vom „Schnurren“ hatten. Letztlich bestätigte ein Experiment, dass das häufige Ausstoßen der Laute durch die Altvögel tatsächlich den Lernerfolg der Jungen vergrößert: Spielten Raihani und McAuliffe wiederholt zusätzliche Schnurrlaute während der Fütterung ab, lernten die Jungvögel die Bedeutung des Rufs früher.

“Passwörter” beim Prachtstaffelschwanz
Unterricht: Prachtstaffelschwänze bringen ihren Jungen ein stimmliches „Passwort" bei
Prachtstaffelschwänze bringen ihren Jungen ein stimmliches „Passwort” bei (Foto: Benjamint444 via Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Ein ganz ähnlicher, aber noch verblüffenderer Fall von Unterricht wurde beim australischen Prachtstaffelschwanz (Malurus cyaneus) entdeckt. Weibchen bringen ihren Jungen eine Art „Passwort“ bei – noch während diese sich im Ei befinden.

Beginnend mit dem dem zehnten Tag nach der Eiablage geben Prachtstaffelschwanz-Mütter immer wieder bestimmte Laute ab, die sich von Weibchen zu Weibchen stark unterscheiden. Wenn ihre Jungen etwa fünf Tage später aus dem Ei schlüpfen, beherrschen sie diese charakteristischen Töne ihrer Mutter bereits – und betteln damit um Futter.

Ein Forschungsteam um die Wissenschaftlerinnen Diana Colombelli-Négrel und Sonia Kleindorfer konnte in Versuchen zeigen, dass Prachtstaffelschwanz-Eltern auf die Bettelrufe fremder Jungen weniger stark reagieren. Was ist die Funktion dieses „Passworts“? Reicht für die Erkennung der Jungen nicht aus, dass sich diese im Nest der Eltern befinden?  

Die Wissenschaftlerinnen vermuten, dass das Passwort den Vögeln hilft zu erkennen, wenn sie Opfer von Brutparasitimus durch den Rotschwanzkuckuck (Chalcites basalis) geworden sind. Dieser schlüpft bereits nach zwölf Tagen und schmeißt dann die übrigen Eier aus dem Nest. Er hat also wesentlich weniger Zeit, den charakteristischen Ruf des Weibchens zu erlernen. Dass der Nestling das Passwort nicht beherrscht, scheint die Prachtstaffelschwänze skeptisch werden zu lassen. Die häufige Folge solcher Skepsis: Sie verlassen das Nest, und der junge Kuckuck verhungert.

Durch Versuche, bei denen das Forschungsteam die Eier von Prachtstaffelschwanz-Paaren austauschte, ließ sich zeigen, dass der charakteristische Ruf tatsächlich von der Mutter erlernt wird, und nicht etwa angeboren ist. In einer weiteren Studie konnten die Forscherinnen außerdem nachweisen, dass das Erzeugen der Laute mit erheblichen Kosten für die Mutter verbunden ist – denn es erhöht das Risiko, dass ihr Gelege Fressfeinden zum Opfer fällt.

Tandemlaufen bei Ameisen
Unterricht: Ameisen der Art Temnothorax albipennis führen Artgenossen geduldig zu einer Futterquelle
Ameisen der Art Temnothorax albipennis führen Artgenossen geduldig zu einer Futterquelle (Foto: Tao208 via Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, zugeschnitten)

Tatsächlich war die erste Tierart, bei der Unterricht nachgewiesen wurde weder ein Säugetier noch ein Vogel. Zur allgemeinen Verblüffung handelte es sich dabei nicht einmal um ein Wirbeltier – sondern um ein Insekt.

Wenn Ameisen der in Europa heimischen Art Temnothorax albipennis eine Futterquelle oder einen attraktiven Platz für ein neues Nest entdecken, zeigen sie ihren Artgenossen den Weg dorthin. Dazu verwenden sie eine charakteristische Methode: Das Tandemlaufen. Dabei läuft die Ameise, die das Ziel kennt, voran. Eine weitere folgt direkt hinter ihr und berührt dabei fortwährend mit ihren Antennen den Hinterleib der Anführerin. Immer wieder stoppt die hintere Ameise und läuft kleine Kreise – vermutlich um sich Landmarken einzuprägen. Dabei wartet die vordere Ameise, bis sie wieder mit den Antennen berührt wird. Erst dann geht es weiter.

Die Wissenschaftler Nigel Franks und Tom Richardson konnten bereits im Jahr 2006 durch Experimente nachweisen, dass das Tandemlaufen alle Kriterien für Unterricht erfüllt: Erstens zeigen die anführenden Ameisen es nur gegenüber Artgenossen, die den Weg noch nicht kennen. Zweitens ist das Verhalten für sie mit zusätzlichem Aufwand verbunden – denn eine Ameise erreicht ihr Ziel vier mal so schnell, wenn sie allein läuft. Und drittens erreichen nachfolgende Ameisen die Futterquelle durch einen Tandemlauf wesentlich schneller als wenn sie selber danach suchen müssen.

Weitere Kandidaten für Unterricht

Neben diesen vier Beispielen für Unterricht im Tierreich gibt es einige weitere vielversprechende Kandidaten: Schimpansen überlassen jüngeren Tieren ihre Werkzeuge, sodass diese sich in deren Gebrauch üben können. Geparde und Hauskatzen bringen ihren Jungtieren ab einem gewissen Alter lebende anstatt bereits getöteter Beutetiere. Gorillas und andere nicht-menschliche Primaten setzen ihre Jungen immer wieder ab und locken sie, als wollten sie sie zum Laufen lernen anregen. Zügeldelfine jagen ihre Beute vor dem Fang für längere Zeit, wenn ihre Kälber in der Nähe sind. Krallenaffen weisen ihre Jungen auf besondere Futterquellen hin. Und Hühner picken in der Anwesenheit ihrer Nachkommen „demonstrativ“ in die Nähe von genießbarem Futter, als wollten sie die Küken von ungenießbarem Futter weglocken.

Auch beim Verhalten dieser Tiere könnte es sich um Unterricht handeln. Bisher konnte allerdings noch nicht eindeutig gezeigt werden, dass sie alle der drei erforderlichen Kriterien erfüllen. In einigen Fällen liegt das allerdings daran, dass die dafür nötigen Experimente aus praktischen oder ethischen Gründen schlichtweg nicht durchführbar sind.

Unterschiede zum Menschen

Es gibt also Tierverhalten, das sich – nachgewiesenermaßen oder mit gewisser Wahrscheinlichkeit – als Unterricht einstufen lässt. Trotzdem ergibt sich bei genauer Betrachtung ein deutlicher Unterschied zu uns Menschen. Dieser betrifft nicht nur die Komplexität des Unterrichts, sondern auch die gedanklichen Komponenten: Bei den meisten der genannten Tiere ist nicht davon auszugehen, dass sie beim Unterrichten bewusst vorgehen und ihr Verhalten flexibel dem Lernbedarf ihres Gegenübers anpassen. Vielmehr handelt es sich um relativ automatisierte Verhaltensabläufe.

Das gilt auch für das „Skorpion-Training“ der Erdmännchen: Sie scheinen kein Verständnis davon zu haben, wie viel Übung ein einzelnes Jungtier noch benötigt. Stattdessen hängt ihr Verhalten mit den Rufen der Jungen zusammen, die sich mit dem Alter verändern. Dies konnten Thornton und McAuliffe durch das Abspielen zuvor aufgenommener Rufe zeigen: Unabhängig vom tatsächlichen Alter der Jungtiere brachten erwachsene Tiere ihnen häufiger lebende Beute, wenn Aufnahmen älterer Jungen abgespielt wurden – und seltener, wenn aus den Lautsprechern Rufe jüngerer Tiere erklangen.

So gut wie nie ließ sich bisher beobachten, dass ein Tier beim Unterricht direkt auf das Verhalten des anderen eingegangen ist und es gegebenenfalls korrigiert hat – das schließt selbst die Tiere ein, denen wir die nötigen gedanklichen Voraussetzungen zutrauen würden. Die einzigen zwei Ausnahmen finden sich in einer knapp 30 Jahre alten Studie an Schimpansen.

Der Forscher Christophe Boesch beobachtete intensiv den Werkzeuggebrauch bei einer Schimpansenpopulation in Westafrika. Die Tiere nutzen einen Stein als „Amboss“, auf dem sie mit einem Stock oder einem weiteren Stein als „Hammer“ Nüsse knacken. Jungtiere müssen ihre Mütter über viele Jahre beobachten und das Vorgehen immer wieder üben, bis sie selbst erfolgreich sind. Boesch beschreibt zwei Situationen, in denen Mütter ihren Nachwuchs direkt anzuleiten schienen: Ein Weibchen korrigierte bei einem Versuch ihres Sohns auffallend langsam die Lage der Nuss auf dem Amboss. Ein anderes Weibchen schien ihrer erfolglosen Tochter zu demonstrieren, wie sie den Hammer besser einsetzen konnte. Bei beiden Beobachtungen könnte es sich tatsächlich um bewussten Unterricht auf ein Lernziel hin handeln. Allerdings sollten sie nicht überbewertet werden: Trotz intensiver Erforschung verschiedener Schimpansenpopulationen konnten sie seither nicht durch weitere Studien gestützt werden.

Fazit

Die im Titel gestellte Frage lässt sich dank der Forschung der vergangenen Jahre klar beantworten: Es gibt Unterricht im Tierreich. Gleichzeitig lässt sich aber festhalten, dass überzeugende Beispiele dafür bisher erstaunlich rar sind. Außerdem scheinen Tiere beim Unterrichten in den meisten Fällen nicht mit einem bewussten Ziel oder einer Absicht vorzugehen.

Auch wenn sich der einst für so groß befundene Unterschied zwischen Mensch und Tier in den letzten Jahren als ganz erheblich überschätzt herausgestellt hat – wenn es darum geht, anderen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, sind wir selbst unseren nächsten Verwandten um Längen voraus. Einige Wissenschaftler*innen vermuten, dass genau diese außergewöhnliche Begabung eine der Voraussetzungen für das markanteste Alleinstellungsmerkmal der Menschen war: unsere unvergleichliche kulturelle Entwicklung.

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Wenn Sie auf diesen Artikel verweisen möchten, können Sie das zum Beispiel so tun:
Kästner, N. (2020): Gibt es Unterricht im Tierreich? ETHOlogisch – Verhalten verstehen (www.ethologisch.de, abgerufen am [Datum]).

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